Hämatologie
Die Lehre der Blutkrankheiten – die Hämatologie - beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Blutarmut, Gerinnungsstörungen und der Verminderung anderer Blutzellen wie den Blutplättchen.
Unter der speziellen Hämatologie versteht man die Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) und Lymphknotenkrebs (maligne Lymphome). Es sind die akuten (rasch wachsenden) Leukämien, die einer zügigen Diagnostik und anschließenden Chemotherapie bedürfen. Sie beginnen meist sehr plötzlich mit einer rasch zunehmenden allgemeinen Schwäche und Leistungsminderung. Die chronischen Leukämien beginnen dagegen sehr langsam und bedürfen nicht immer gleich einer Therapie. Inzwischen sind mit modernen Medikamenten (u.a. Imatinib bei der CML) sehr lange Lebensverlängerungen erreichbar, in denen die Erkrankung fast nicht mehr nachweisbar ist. Diagnostiziert werden beide durch Blutuntersuchungen und immer auch ist eine Knochenmarksuntersuchung zwingend.
Die Lymphknotenerkrankungen (Morbus Hodgkin und die Non-Hodgkin-Lymphome ) fallen auf durch Lymphdrüsenschwellungen, wobei je nach Aggressivität und Unterart sehr rasches Fortschreiten mit rascher und aggressiver Chemotherapie nötig ist; es aber auch andere Unterarten gibt, die teilweise über Jahre nur beobachtet werden und erst bei Auftreten von weiteren Beschwerden je nach Situation sehr milde mit Tabletten oder auch mit Chemotherapie behandelt werden müssen.
Verschiedene Formen der Immunthrombopenie:
Postinfektiös
sek. bei Autoimmunerkrankungen (SLE, rA, NHL, Hodgkin)
ITP (M. Werlhof)
auch HIV
Ein Thema in der Hämatologie ist HIV Human Immunodeficiency Virus
Das zu den Retroviren gehörende menschliche Immunschwäche-Virus wird über Körperflüssigkeiten wie Blut und Sperma übertragen. Von dem Virus existieren mehrere Typen. HI-Virus I wird vorwiegend in Europa und Nordamerika übertragen, während der Typ II in Afrika verbreitet ist Das Virus befällt die T-Helferzellen – eine Gruppe von weißen Blutkörperchen, die das gesamte Immunsystem des Menschen steuern. Die HI-Viren dringen in den Wirt (wer, was ist der Wirt) ein und vermehren sich darin. Dabei werden die T-Helferzellen zerstört. Als Folge kann das Immunsystem andere Krankheiten nicht mehr abwehren. Ein HIV-Infizierter stirbt nicht an den Viren, , sondern z.B. an Hautkrebs als Folgewirkung des geschädigten Immunsystems. Von diesem Wirkungsmechanismus leitet sich auch der Name AIDS ab: Acquired Immune Deficiency Syndrome, was soviel bedeutet wie "erworbenes Immunschwäche-Syndrom".
Die Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS ist als globales Thema zu sehen und zu behandeln.
Hämatologische und Laboruntersuchungen
Basis einer hämatologischen Untersuchung ist die Messung der Zellzahlen im Blut sowie die Beurteilung von Form und Aussehen der Zellen in Ausstrichen unter dem Mikroskop. Dazu gehört auch die Beurteilung von Zellen des Knochenmarks, in denen das Blut gebildet wird. Oft lässt sich nur durch eine Untersuchung des Knochenmarks eine Bluterkrankung erkennen und rechtzeitig behandeln. Knochenmark
Zur Diagnostik ist, neben den normalen Blutuntersuchungen in der Regel auch eine Untersuchung der Blutbildung im Knochenmark notwendig Knochenmarkspunktion. Knochenmarksdiagnostik einschl. Molekularzytogenetik
Diese wird ambulant unter örtlicher Betäubung sehr einfach und schnell durchgeführt. Schmerzen sind unter der örtlichen Betäubung nur selten.